Geschichte

Es war einmal…

 

Ab 1770

Erst um 1770-80 wurde ein regelmässiger und verpflichtender Schulunterricht in Kurmainz und damit auch in Finthen eingeführt. Die Reformen des Mainzer Kurfürsten führten auch dazu, das Schulgebäude errichtet werden mussten. Die bisher genutzten Privaträume genügten nicht mehr, denn der verpflichtende Unterricht führte zu einem Anstieg der Schülerzahl. Das erste Schulgebäude in Finthen ist die heutige Praxis Dr. Eggers. Es muss um 1770 errichtet worden sein.

Ab 1830

1830 reichten diese Räume nicht mehr. Der Staat “Kurmainz” existierte nicht mehr, Finthen gehörte mittlerweile zum Grossherzogtum Hessen. Das Obergeschoss des alten Rathauses und das ehemalige Herrenhaus des Gutes von Edmundt Gedult von Jungenfeld wurden zusätzlich als Schulräume genutzt.

Ab 1895 (Jungenschule)

1895 folgte dann die Errichtung einer Jungenschule, heute Post und erfüllte seinen Zweck bis 1957. Das auf gleichem Gelände stehende ehemalige Herrenhaus wurde 1886 aufgestockt und diente als Wohnraum für die Lehrer.

Ab 1896 (Mädchenschule)

Unmittelbar im Anschluss wurde 1896 in der damaligen Ludwigsstraße, heute Lambertstraße die Mädchenschule gebaut. Wegen der günstigen Platzverhältnisse konnte die Schule 1957 durch einen Neubau erweitert werden.

In den 50er Jahren

Die Kapazität dieser Schulgebäude war in den 1950er Jahren so erschöpft, dass die Schüler gestaffelt und in Hinterzimmern von unterschiedlichen Gasthäusern unterrichtet werden mussten. Dazu gehörten der “Kyffhäuser”, das “Gasthaus zum Stern”, das “Turnerheim” und die “Krone”. In Finthen existierten zudem zwei Schulformen nebeneinander, die staatliche Volksschule und die katholische Konfessionsschule, was zur Verschärfung der Raumsituation beitrug. Der Finther Gemeinderat – Finthen gehörte mittlerweile als selbstständige Gemeinde zum Bundesland Rheinland-Pfalz – beschloss deshalb einen Neubau.

Ab 1957

1957 konnte dann das lang ersehnte neue Schulgebäude im rückwärtigen Gelände der Lamberstraße eingeweiht werden, eine spürbare Entlastung trat ein. Die Klassenstufen 1.-9. konnten endlich an einem Platz, aufgeteilt in alte und neue Gebäude, unterrichtet werden.

Ab 1964

Bereits zu Beginn der 60er Jahre wurde über eine Erweiterung am Standort Lambertstraße nachgedacht, wegen des mangelnden Platzes allerdings verworfen. 1964 wurde deshalb am Rand des damaligen Ortes, in der Layenhofstrasse mit dem Neubau der Grundschule begonnen, der 1966 fertig gestellt wurde. 1974 kamen an diesem Standort noch die Sporthalle und 1978 der Pavillon hinzu. Die beiden alten Schulformen gab es nicht mehr, die Schulform lautete nun “Grund- und Hauptschule Finthen”. Die Klassenstufen 1 – 4 wurden im Standort Layenhofstraße, die Klassenstufen 5-9 im Standort Lambertstraße unterrichtet.

Seit den 90er Jahren

Ende der 90er Jahre wurde mit der Sanierung der beiden Standorte begonnen, die sich etliche Jahre hinzog, mittlerweile aber abgeschlossen ist. Für eine gründliche Sanierung der Höfe fehlt allerdings das Geld. Abermals gab es eine Veränderung in der Schulform. Die Hauptschule wurde ausgegliedert, seit 2002 gibt es nur noch eine Grundschule Mainz-Finthen, die seit 2003 den Namen Peter-Härtling-Schule trägt.